Southside 2026, Tag 1: Wenn der Himmel die Pausetaste drückt
Ein Ereignis überragte den ersten Southside-Tag alles andere: das Aussetzen der Veranstaltung am Freitagabend. Da war der Name der Band Programm: A Day To Remember. Aber der Reihe nach.
Ein Ereignis überragte den ersten Southside-Tag alles andere: das Aussetzen der Veranstaltung am Freitagabend. Da war der Name der Band, die gerade auf der Bühne stand, Programm. A Day To Remember. Aber der Reihe nach. Bis dahin war es ein heißer, fordernder Tag. Temperaturen um die 30 Grad, kein Fleckchen Schatten vor den Bühnen, und ein Nachmittag, der trotzdem einiges hergab. ## Ein Nachmittag der Entdeckungen Unpeople fühlten sich überhaupt nicht wie ein Bühnenopener an. Von dieser Band werden wir, wenn der Musikgott nicht blind ist, in Zukunft noch hören. Skindred brachten die Masse anschließend zum Toben, und ich fragte mich nur: Wie machen die das bei 30 Grad und ohne Schatten? Und warum steigen Skindred eigentlich nie weiter im Billing? Egal. Hauptsache, sie sind und bleiben dabei. Die Holländerin Davina Michelle war eine weitere positive Entdeckung des Nachmittags. Mit The Butcher Sisters konnte ich dagegen weniger anfangen. Die Masse sah das anders. ## Gegen 18 Uhr zogen die Wolken auf Dann kam der prägende Moment. Gegen 18 Uhr zogen sehr seltsame Wolkenformationen auf, die schließlich um zehn nach sieben zum temporären Abbruch der Veranstaltung führten. Glücklicherweise blieb uns der Wind erspart, es galt also "nur", das Gewitter mit Regen auszuhalten. Eine Wiederholung von 2016 blieb aus. Glücklicherweise. A Day To Remember, beim Abgang noch optimistisch, später nochmal antreten zu können, fielen der rund zweieinhalbstündigen Zwangspause zum Opfer. Genau wie Filow, Clueso und RØRY. ## Verschoben, aber durchgezogen Halsey nahm ihr Green-Stage-Set mit einer Stunde Verspätung gegen 22 Uhr in Angriff. Auch die anderen Sets verzögerten sich jeweils um eine Stunde, konnten aber durchgezogen werden. Und so fand der Tag gegen 3 Uhr morgens ein versöhnliches Ende. Empire Of The Sun waren definitiv der Exot des ersten Tages. Ich sah sie vor rund zehn Jahren bereits am Gurtenfestival, und ich muss sagen: Zwei, drei Songs sind okay, dann ist für mich aber auch gut damit. ## Highlight mit Wermutstropfen Als kleiner Fanboy war mein eigentliches Highlight Billy Talent. Das Problem: Bens Stimme spielte nicht wirklich mit, er klang rau und hatte hörbar zu kämpfen. Schade. Aber dafür kann er wahrscheinlich wenig. Provinz, die aus der Region stammen und am Southside erwachsen und gewachsen sind, starteten um 1:30 Uhr. Vor der Blue Stage soll es kuschelig vollgestopft gewesen sein. Sagte man mir, denn ich war zu der Zeit schon am Zelt. Es war ein langer Tag, und mit der Aussicht auf zwei weitere Hitzetage war mir Schlaf am Ende wichtiger.
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