Alter Bridge: Platzregen und ein dankbarer Myles Kennedy
Ein heftiger Guss, eine fast leere Mandora – und ein Frontmann, den genau das null störte.
Zwanzig Minuten vor dem Auftritt von Alter Bridge öffnete der Himmel nochmal alle Schleusen: ein heftiger Guss über dem Gelände. Dabei hatte sich die Mandora ohnehin schon quasi auf den Nullpunkt geleert – alles und jeder hatte sich drüben auf der Utopia für The Offspring eingefunden. Und der Platzregen sorgte nicht etwa dafür, dass sich die zweite Bühne nachhaltig füllte; eher im Gegenteil. So musste sich Myles Kennedy mit einem ziemlich übersichtlichen Publikum zufriedengeben. Das Schöne daran: Es störte ihn sichtlich überhaupt nicht. Man hatte den Eindruck, er war einfach froh um jeden Einzelnen, der sich bei diesem Wetter zu ihm aufgemacht hatte. Genau solche Momente machen die zweite Bühne manchmal wertvoller als die große: weniger Menschen, mehr Nähe – und eine Band, die jedem Anwesenden das Gefühl gibt, genau richtig zu sein.
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